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Unsere AGB
NUR DAMIT HIER NIEMAND DER MEINUNG IST, DASS HIER EIN ILLEGALES GLÜCKSSPIEL STATTFINDET.

DIESE ART DER VERLOSUNGEN IST ERLAUBT.


Die Vereins-Lotterie oder Tombola

Wann liegt eine Lotterie, wann eine Tombola vor?

Was muss bei einer solchen Veranstaltung im Vorfeld berĂŒcksichtigt werden?

Wie und wo wird eine Tombola angemeldet?

Die nachfolgenden Texte sind Bestandteil der AGB`s

Bei Vereinsfesten oder einer sportlichen Großveranstaltung stehen meistens auch eine Tombola oder gar eine Lotterie fĂŒr den guten Zweck mit auf dem Rahmenprogramm.
Bei einer Lotterie oder Tombola - auch als Ausspielung bezeichnet - werden Preise an die KĂ€ufer der Lose nach festgelegten Regeln verteilt.

Der Begriff Lotterie wird verwendet, wenn der Gewinn in Geld besteht. Von Tombola spricht man, wenn die Gewinne
in Sachwerten bestehen. Keine Ausspielungen sind Veranstaltungen wie Preisskat, Preisschießen oder Preiskegeln,
weil es sich hierbei nicht um GlĂŒcksspiele handelt, sondern es auf die persönlichen FĂ€higkeiten des Teilnehmers ankommt.

Genehmigungen einholen:

Eine Lotterie oder Ausspielung muss von der zustĂ€ndigen Behörde genehmigt werden. Nach den einzelnen Landesgesetzen gelten sie in der Regel als genehmigt, wenn die Summe der LosverkĂ€ufe den Betrag von 650 Euro nicht ĂŒbersteigt.

Die Einnahmen unterliegen der Lotteriesteuer, wenn die Veranstaltung öffentlich ist. Öffentlichkeit liegt
vor, wenn sich außen stehende Personen jederzeit an der Lotterie oder Ausspielung beteiligen können. Eine solche
Beteiligungsmöglichkeit ist nicht gegeben, wenn die Ausspielung nur innerhalb eines fest abgegrenzten Personenkreises im Rahmen einer internen Vereinsveranstaltung durchgefĂŒhrt wird.

Wann fÀllt Lotteriesteuer an?

Sofern der Gesamtpreis aller Lose den Betrag von 650 Euro (Freigrenze) nicht ĂŒbersteigt und wenn keine Bargeldgewinne ausgeschĂŒttet werden, sind Ausspielungen lotteriesteuerfrei. Befreit von der Lotteriesteuer sind auch Ausspielungen von Organisationen bis zu Einnahmen von 40.000 Euro, wenn der Erlös unmittelbar fĂŒr gemeinnĂŒtzige Zwecke verwendet wird.

Achtung!

Eine Erlaubnis fĂŒr eine befreite öffentliche Ausspielung darf nur erteilt werden, wenn im Zusammenhang mit der Veranstaltung keine Wirtschaftswerbung betrieben wird, die ĂŒber die Ausstellung von Sachgewinnen hinausgeht.

Auch fĂŒr die Inanspruchnahme der allgemeinen Erlaubnis von kleinen Ausspielungen ist u. a. Voraussetzung, dass keine
unzulÀssige Werbung stattfindet. Der auf den Losen angebrachte Hinweis auf einen oder mehrere Sponsoren ist zulÀssig.

Die Lotteriesteuer betrÀgt ansonsten 16 2/3% des verkauften Lospreises.

In NRW besteht eine allgemeine Erlaubnis fĂŒr kleine Lotterien und Ausspielungen durch Bekanntgabe des Innenministeriums - 14-38.07.01-3.1 - vom 08.01.2008 aufgrund des § 18 des Gesetzes des Landes Nordrhein-Westfalen zum Staatsvertrag zum GlĂŒcksspielwesen in Deutschland (GlĂŒcksspielstaatsvertrag - GlĂŒStV) i.V. mit §§15 und 17
des Gesetzes zur AusfĂŒhrung des Staatsvertrages zum GlĂŒcksspielwesen in Deutschland (LotterieausfĂŒhrungsgesetz - LoAG) vom 30.10.2007 (GV. NRW. S. 445) wird Lotterieveranstaltern im Sinne von § 14 Abs. 1 GlĂŒStV.

Die kleine Lotterie/Ausspielung ist mindestens zwei Wochen vor Beginn der örtlichen Ordnungsbehörde unter Angabe des Spielkapitals und der Dauer der Lotterie/Ausspielung anzuzeigen. Bis zum 1. MĂ€rz eines jeden Jahres haben die örtlichen Ordnungsbehörden die in ihrem Bereich durchgefĂŒhrten kleinen Lotterien/Ausspielungen den Bezirksregierungen anzuzeigen. Die Bezirksregierungen haben bis zum 1. April jeden Jahres dem Innenministerium eine Aufstellung ĂŒber die in ihrem Bereich durchgefĂŒhrten Lotterien/Ausspielungen vorzulegen.

Der Verein, der diese Lotterie/Tombola der örtlichen Ordnungsbehörde durch das Internet anzeigt, sollte sich davon eine Kopie ausdrucken und diese zu den BuchfĂŒhrungsunterlagen nehmen. Der Ausdruck gilt als Nachweis fĂŒr die Meldung. Dann gilt die Lotterie/Tombola als angemeldet und genehmigt.

Tombola und Lotterie im Verein sind nicht das Gleiche

Worum gehtÂŽs in diesem Thema

Unterschied zwischen Tombola und Lotterie im Verein

Anmeldung einer Tombola

Die Tombola, bei der Sie Sachpreise verlosen, ist eine Ausspielung. Bei einer Lotterie gibt es ausschließlich
Geldgewinne. Bei der Tombola bestehen die Gewinne aus Sachwerten oder geldwerten Leistungen, die einen
Vermögenswert darstellen. Ihr Verein sollte sich deshalb genau informieren, bevor er eine Aktion startet, bei
der Gelder fließen, damit etwas gewonnen werden kann.

Gewinnspielaktionen wie Tombolas, „Kuh-Lotto“ oder Bingo-Abende gehören zu geschĂ€tzten Einnahmequellen der
Vereine.


Die Preise hierzu werden meist von den ortsansĂ€ssigen GeschĂ€ftsleuten „spendiert“, sodass der Ertrag der
Verlosung oder des Gewinnspiels meist fast vollstÀndig zur Entlastung des Vereinshaushalts genutzt werden kann.

Aber Vorsicht: Immer wenn es um Geld geht, hat der Staat ein besonders wachsames Auge auf Ihre AktivitÀten.

Der Unterschied zwischen Tombola und Lotterie

Die Juristen unterscheiden zwischen der Lotterie und der Ausspielung. Die Tombola, bei der Sie Sachpreise verlosen, ist eine Ausspielung. Bei einer Lotterie gibt es ausschließlich Geldgewinne. Bei der Tombola bestehen die Gewinne aus Sachwerten oder geldwerten Leistungen, die einen Vermögenswert darstellen.

Beiden gemeinsam ist, dass die Teilnehmer einen Einsatz (zum Beispiel das Geld fĂŒr ein Los) erbringen und der Gewinn zufĂ€llig ermittelt wird.

WICHTIG:

Das Geld fĂŒr die Teilnahme an einer Lotterie oder Ausspielung kann auch indirekt entrichtet werden. Das ist beispielsweise der Fall, wenn mit dem Kauf einer Eintrittskarte gleichzeitig der Besucher ein Los erhĂ€lt oder die Eintrittskarte als Los dient.

Außerdem muss die Veranstaltung öffentlich sein. Hier muss man aufpassen, denn
gewohnheitsmĂ€ĂŸige GlĂŒcksspiele gelten grundsĂ€tzlich als öffentlich. Also auch
dann, wenn sie in geschlossenen Gesellschaften oder Vereinen stattfinden (§ 284
StGB). Ein regelmĂ€ĂŸiger Bingo-Abend der Vereinsmitglieder wĂ€re somit grundsĂ€tzlich öffentlich.

Anmeldungspflicht der Tombola

Eine öffentliche Tombola ist grundsÀtzlich Anmeldungspflichtig (§ 287 StGB). Wenn Sie ohne Genehmigung Ihre
Lose verkaufen, kann dies nicht nur steuer-, verwaltungs- und zivilrechtliche Folgen haben.

Der Verkauf kann auch strafrechtliche Konsequenzen mit sich bringen, die sich aus dem § 287 StGB ergeben. Im Extremfall sind hier Freiheitsstrafen von bis zu zwei Jahren möglich.

Die „kleine Lotterie“

HauptsĂ€chlich um den Verwaltungsaufwand geringer zu halten, hat der Gesetzgeber eine Sonderregelung fĂŒr kleine
Lotterien eingerÀumt. Diese werden durch eine allgemeine Erlaubnis pauschal genehmigt.

Die Bedingungen, unter denen eine Lotterie oder auch eine Ausspielung als „kleine Lotterie“ per „Allgemeiner Erlaubnis“ zugelassen wird, sind von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Es mĂŒssen jedoch in jedem Fall die folgenden Voraussetzungen erfĂŒllt sein, damit Ihre Aktion als „kleine Lotterie“ anerkannt wird:

Mindestvoraussetzungen fĂŒr eine „kleine Lotterie“

Veranstaltung auf ein Bundesland begrenzt (geht nicht - Online)

Einnahmen von max. 40.000€

Ertrag darf nur fĂŒr gemeinnĂŒtzige, kirchliche oder mildtĂ€tige Zwecke verwendet werden

Reinertrag muss mindestens Πder Entgelte ausmachen

Es mĂŒssen Gewinne von mindestens 25% der Gesamtsumme ausgespielt werden

Sind diese Voraussetzungen erfĂŒllt, stehen die Chancen gut, dass Ihre Verlosung per „Allgemeiner VerfĂŒgung“ genehmigt ist. Sollte auch nur eine der genannten Voraussetzungen nicht erfĂŒllt sein, ist eine Anerkennung als „kleine Lotterie“ nicht möglich und Sie sollten vor DurchfĂŒhrung der Veranstaltung unbedingt die Angelegenheit juristisch prĂŒfen lassen.

Folgen einer nicht genehmigten Ausspielung im Verein

FĂŒhren Sie eine nicht genehmigte Ausspielung (also beispielsweise eine Verlosung) durch, können auch Bußgelder verhĂ€ngt werden.

Die Genehmigung der Tombola spielt auch bezĂŒglich der Bewertung aus steuerlicher Sicht eine Rolle. Im Anwendungserlass zur Abgabenordnung heißt es hierzu:

„Lotterien und Ausspielungen sind ein Zweckbetrieb, wenn sie von den zustĂ€ndigen Behörden genehmigt sind oder nach den jeweiligen landesrechtlichen Bestimmungen wegen des geringen Umfangs der Tombola oder Lotterieveranstaltung per Verwaltungserlass pauschal als genehmigt gelten. Die sachlichen Voraussetzungen und die ZustĂ€ndigkeit fĂŒr die Genehmigung bestimmen sich nach den
lotterierechtlichen Verordnungen der LĂ€nder.“

Sollten gewisse Einnahmegrenzen ĂŒberschritten werden, kann sogar ein Verlust der GemeinnĂŒtzigkeit drohen.

HINWEIS: Bevor Sie also eine Verlosung, Tombola oder Lotterie durchfĂŒhren, sollten Sie in jedem Fall klĂ€ren, wie
sie steuerlich bewertet wird. Am besten klĂ€ren Sie das mit dem fĂŒr Ihren Verein zustĂ€ndigen Finanzamt.

VerlosungsgebĂŒhr: 5%

ZiehungsleitergebĂŒhr: 2%